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Carinthischer Sommerhanf

Carinthischer Sommerhanf – Die Heilkraft der Sonne in einem pflanzlichen Aroma-Öl

Unruhe und Schmerzen auf nachhaltige und ökologisch sinnvolle Weise behandeln
 
Das goldene Öl leuchtet wie das verheißungsvolle Elixier im Märchen, geheimnisvoll und  sonnengeküsst. Carinthischer Sommerhanf steht auf dem Fläschchen – so hat die Kooperation aus einem Demeter-Bauernhof und den vier Jungunternehmern und Freunden Konradin, Janik, Tim und Freddy ihre Marke genannt.  Carinthisch steht für die Herkunft des Aroma-Öls aus der Hanfpflanze: In Kärnten (lat.  Carinthia) wächst sie auf den Feldern eines Demeter-Bauern, und ebenfalls dort wird das Öl  aus den Pflanzen gewonnen. Die saftig grünen Pflanzen mit dem charakteristischen Aussehen  wachsen unter freiem Himmel und sammeln im Frühjahr und Sommer viel südliches  Sonnenlicht. Die fingerförmigen Blätter haben auf den ersten Blick dieses leicht verruchte  Image des Verbotenen. Aber bevor irgendjemand ins Schwärmen über die besten Kifferfilme  aller Zeiten kommt, in denen Hanffelder im Mittelpunkt stehen, wie in „Lammbock“ oder  „Grasgeflüster“: Im carinthischen Sommerhanf-Öl ist nahezu kein THC  (Tetrahydrocannabinol), also kaum psychoaktiver Wirkstoff enthalten. Vorgeschrieben sind  in Europa weniger als 0,2 Prozent davon.

 

 

Mit wohltuend beruhigender Wirkung

Der wichtigste Wirkstoff im Vollspektrum Hanföl ist Cannabidiol (CBD), quasi der kleine  “harmlose” Bruder des THC. CBD erzeugt kein High, macht nicht abhängig und gilt daher  auch nicht als Rauschmittel. Es soll das Wohlbefinden positiv beeinflussen und viele  physiologische Prozesse im Körper unterstützen. Auf der Internetseite Sommerhanf.de wird CBD beschrieben als „attraktive Option für diejenigen, die z. B. nach  Schmerzlinderung und Entspannung suchen, eine Bewusstseinsveränderung dabei aber  ausschließen möchten“. Und diese Wirkung hat die vier Firmengründer begeistert. Vor allem  sind sie beflügelt von den vielen Rückmeldungen, die sie in den vergangenen Monaten aus  ihrem Kundenkreis bekommen haben. „Wir hören immer wieder, dass unser Öl schon gegen  Depressionen oder Unruhezustände geholfen oder Schmerzen und zum Beispiel  Regelbeschwerden gelindert hat“, berichten die Jungunternehmer. „Das ist für uns natürlich  ein sehr befriedigender Aspekt unserer Arbeit.“

Hanföl ist nicht gleich Hanföl

„Wir haben den Anspruch, in einem besonders aufwändigen Extraktionsverfahren möglichst  viele der wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze in hoher Konzentration zu gewinnen“, sagt  Freddy, mit vollem Namen Frédéric Menting, neben Janik Zeh der zweite gebürtige Schermbecker in diesem engagierten Quartett. Das Extrakt aus der Hanfblüte wird dann mit Hanfsamenöl verdünnt.  „Uns ist besonders wichtig, dass die Pflanzen in Handarbeit angebaut und geerntet  werden.“ Demeter-zertifiziert entspricht der Herstellungs- und Verarbeitungsprozess den höchsten Ansprüchen, die an Bio-Lebensmittel gestellt werden. Die weibliche Hanfpflanze,  die das Cannabidiol enthält, sorgt gleichzeitig für die nachhaltige Fruchtbarkeit des Bodens  auf dem sie wächst. Da auf künstliche Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, ist ein  Sommerhanf-Feld eine Oase für Insekten, nützliche Kleintiere und Mikroorganismen. Und  die Pflanzen lassen sich auf vielfältige andere Weise nutzen: für Seile, Kleidung und Kosmetik  beispielsweise.

Weitreichende Pläne mit der Hanfpflanze

„Wir planen in der Zukunft, unser Sortiment aus natürlichen Hanfprodukten noch deutlich zu  erweitern“, so der 25-jährige Freddy Menting. „Hanf-Creme und andere kosmetische  Präparate wirken zum Beispiel sehr gut gegen Hauterkrankungen wie Akne.“ Aber erst  einmal sind die vier Freunde damit beschäftigt, über den Nutzen ihres Vollspektrum-Öls zu  informieren, das in Läden und im Online-Shop erhältlich ist. Das Öl mit dem Wirkstoff  Cannabidiol (CBD) könnte eine wirkmächtige Alternative zu Schlaftabletten und  Beruhigungsmitteln, Schmerztabletten und Entzündungshemmern sein, und das weitgehend  ohne die Nebenwirkungen, die viele medizinische Präparate haben.

In einer Zeit, in der durch die anhaltende Corona-Pandemie auch sonst gesunde und  ausgeglichene Menschen Schlafstörungen und Spannungszustände kennenlernen, suchen  viele nach alternativen Mitteln, die freiverkäuflich sind und den Körper nicht belasten. Forscher beschäftigen sich intensiv mit der Wirkung von CBD im menschlichen Körper. Erste  Ergebnisse deuten auf einen nebenwirkungsarmen Einsatz bei Angst, Schmerz und Unruhe  hin. Die Weltgesundheitsorganisation sprach 2018 vorsichtig davon, dass es möglicherweise  Wirksamkeit bei einer ganzen Reihe von Symptomen entfalten könnte. Noch wird bewusst  zurückhaltend formuliert. Bisher gilt vor allem der positive Effekt bei Epilepsie-Patienten als  belegt und anerkannt. Belastbare Forschungsergebnisse bzw. ihre Anerkennung durch die  WHO auf anderen Anwendungsgebieten stehen noch aus. Tierversuche machen Hoffnung,  dass Cannabidiol in Zukunft auch in anderen Bereichen empfohlen werden kann. Und ganz  allgemein nimmt das Interesse am Wirkstoff aus der Hanfblüte zu.

Vollspektrum-Öle – das Ganze ist mehr als seine Teile

Auf der Sommerhanf-Internetseite finden sich viele positive Stimmen von Kunden, denen  schon die Einnahme weniger Tropfen täglich des Vollspektrum-Öls große Linderung gebracht  hat. In diesem Zusammenhang wird dort vom sogenannten Entourage-Effekt berichtet:  Damit ist das ideale Zusammenwirken der einzelnen Bestandteile der weiblichen  Hanfpflanze gemeint, die gemeinsam eine bessere Wirkung entfalten, als die Einnahme  seiner einzelnen Bestandteile in isolierten Ölen. Im Sommerhanf-Öl wirken neben dem CBD  überwiegend nicht-cannabinoide Inhaltsstoffe: Terpene, Flavonoide und Fettsäuren. Diese  machen das Öl so wirkungsvoll, sind aber auch für den scharfen Geschmack verantwortlich. Damit es vom Organismus  aufgenommen werden kann, müssen ein paar Tropfen unter die Zunge geträufelt werden und dort einige Zeit verbleiben. Bei der regelmäßigen Einnahme von Allopatika sollte vor der  Verwendung der behandelnde Arzt zu Wechselwirkungen befragt werden, da Cannabidiol  auf sanfte Art in den Serotonin-Stoffwechsel eingreift.
 
Da Carinthischer Sommerhanf als Aromaöl vertrieben wird, muss kein Beipackzettel wie bei  medizinischen Produkten mitgeliefert werden. Viele Informationen zur Wirkungsweise und  auch zu bereits existierenden wissenschaftlichen Studien finden sich auf der Homepage  Sommerhanf.de. In Schermbeck wird das Öl aus Kärnten zum Beispiel vom Biohof Deiters im Bioladen verkauft. Auf der Homepage Sommerhanf.de kann es im Onlineshop erworben werden. Dort  kommen im Blog auch ständig neue Informationen zum jungen Unternehmen und zum ganz  eigenen Kosmos der Hanfpflanze hinzu. Über eine erstaunliche Wirkungsweise wird im  Blogbeitrag „Was ist CBD Öl? - 7 Vorteile und Anwendungsgebiete“ berichtet: „Es hat sich  gezeigt, dass CBD die mit Drogenabhängigkeit verbundenen ‚Schaltkreise‘ im Gehirn  modifiziert. Bei Ratten hat sich gezeigt, dass CBD Morphinabhängigkeit und das  Abhängigkeitsverhalten bei Heroinsucht verringert.“ Ausgerechnet Drogenmissbrauch ist eines  der überraschenden Einsatzgebiete. Es lohnt sich also, sich vorurteilsfrei mit den vielen  Facetten der Cannabispflanze zu befassen. Und es lohnt sich, dranzubleiben. Denn nicht nur  die Erforschung von CBD nimmt immer mehr Fahrt auf. Auch die vier Gründer von Sommerhanf haben noch einiges vor.

Bildergalerie Sommerhanf-Ernte

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