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Generalversammlung der Schermbecker Energiegenossenschaft am 21.06.2022

Generalversammlung der Schermbecker Energiegenossenschaft am 21.06.2022

An Mittsommer, dem längsten Tag des Jahres 2022, trafen sich 73 Mitglieder der Energiegenossenchaft diesmal auf dem schönen Preen`s Hoff in Erle. Auch Sabrina Greiwe und Jan-Gerrit Zajdel aus der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Schermbeck waren als Ehrengäste vor Ort.

Rückblick 2021:

Nach der offiziellen Eröffnung durch den Aufsichtsrat Norbert Scholtholt berichtete Annika Friedrich über die Aktivitäten der Energiegenossenschaft in 2021. Annika Friedrich startete ihren Bericht mit einem Dank an alle beteiligten Partner der Energiegenossenschaft durch welche die Aktivitäten und Projekte erst möglich sind. Das E-CarSharing: GENO-eMOBIL, organisiert die Energiegenossenschaft seit Anfang 2021 in Eigenregie. Die technische Umsetzung des CarSharings mit der Buchungsplattform, Kundenhotline und Support erfolgt in Zusammenarbeit mit der Vianova, einer Genossenschaft aus Mainz. Das Carsharing Angebot mit zwei elektrischen VW ID.3 kann in der Startphase durch die kostenlose Bereitstellung des ID.3 der Volksbank und dem Ankermietvertrag mit der Gemeinde Schermbeck gerade wirtschaftlich betrieben werden. Die aktuell 26 Kund:innen, die das CarSharing Angebot nutzen, sind im letzten Jahr über 8.000 Kilometer gefahren, und haben im Vergleich zu einem konventionellen Verbrenner damit ca. 1.500 kg CO2 eingespart. Neben dem Sharing nutzen jeweils um die 20 Mitarbeitenden der Gemeinde Schermbeck und der Volksbank die Elektroautos für Dienstfahrten. Ein weiteres Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Schermbeck und dem BikeShop by Dominik Spahn ist das Lastenradsharing: SCHERmyBIKE. Das Bikesharing ist Teil der europaweiten Initiative freier Lastenräder, der mittlerweile 163 Initiativen mit 540 Lastenrädern angehören. In Schermbeck kommt das Angebot so gut an, dass sich in kürzester Zeit über 90 Radelnde angemeldet haben.
Seit der Gründung in 2009 betreibt die Energiegenossenschaft zwei Photovoltaikanlagen in Schermbeck. An der Anlage auf dem Dach der Gemeinschaftsgrundschule mussten in 2021 ein Wechselrichter und mehrere PV-Module ausgetauscht werden. Durch den Ausfall fielen die Erträge in 2021 etwas geringer als in den Vorjahren aus. Insgesamt betrug die Einspeisevergütung 57.785 Euro, im Vorjahr waren es 61.795 Euro. An den beiden Schermbecker Windparks in Rüste und Lühlerheim ist die Energiegenossenschaft in Form von Nachrangdarlehn beteiligt. Die sieben Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 21,6 Megawatt versorgen rechnerisch ca. 14.000 Dreipersonenhaushalte mit Strom. In 2021 war im Vergleich zu den Vorjahren die Windernte geringer. Im Gemeindegebiet erzeugen die insgesamt … Windenergieanlagen über 80 % der Erneuerbaren Energie in Schermbeck. Nach dem Überblick über die aktuellen Projekte präsentierte Michael Redeker den Mitgliedern die Ergebnisse des Jahresabschluss 2021 und erläuterte die Zahlen der Bilanz und GuV. Der Jahresüberschuss in Höhe von 41.317,90 Euro ermöglicht eine Dividende in Höhe von 3,00 %.

Wahlen zum Aufsichtsrat und weitere Beschlüsse:

Nach dem Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit und dem Bericht über die letzte gesetzliche Prüfung erfolgte die einstimmige Feststellung des Jahresabschlusses durch die Versammlung. Aufgrund der coronabedingten Versammlungen im Umlaufverfahren in den Jahren 2020 und 2021 wurde der komplette Aufsichtsrat neu gewählt. Die Aufsichtsratsmitglieder Johannes Wißmann, Mike Rexforth, Andreas Hülsdünker und Norbert Scholtholt stellten sich alle zur Wiederwahl und wurden einstimmig (mit eigener Enthaltung) wiedergewählt. Auch die die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat fiel einstimmig positiv (mit eigener Enthaltung) aus.

Beitrag der Energiegenossenschaft zur Erreichung der Klimaschutzziele in Schermbeck:

Nach dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2021 gab Petra Menting einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten für die nächsten Jahre. Im Pariser Klimaschutzabkommen aus dem Jahr 2015 haben 195 Länder die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst auf 1,5 °C beschlossen. Die Bundesregierung hat in 2021 im Klimaschutzgesetz für 2045 das Ziel der Klimaneutralität beschlossen. Die Erreichung dieser Ziele ist neben dem Zusammenleben in Frieden die größte Aufgabe und Herausforderung für die gesamte Menschheit. In Deutschland betrug in 2020 der Endenergieverbrauch 2.331 TWh, der Endenergieverbrauch beschreibt die Energie, die für Verkehr, Wärme und Strom für alle Sektoren (Privathaushalte, Industrie und Gewerbe) benötigt wird. In 2020 kamen 23 % des Endenergieverbrauchst aus Erneuerbaren Energien. Das Ziel der Klimaneutralität kann erreicht werden, wenn die Gesellschaft in allen Sektoren dekarbonisiert wird und der Verbrauch der Energie durch Energieeffizienz oder Verzicht gesenkt wird. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft haben die lokalen Möglichkeiten analysiert und für die nächsten Jahre beschlossen ihren Fokus auf die Themen Energie und Mobilität zu setzen. Die Energiegenossenschaft plant weitere Dächer zu pachten und Photovoltaikanlagen zu errichten. Der vor Ort produzierte Strom soll im Geschäftsmodell der Direktlieferung den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden. Das Modell eignet sich besonders für Eigentümer mit einem hohen Stromverbrauch, da diese besonders von den günstigeren Strompreisen für den vor Ort produzierten Strom profitieren. Die Energiegenossenschaft starte aktuell mit zwei Anlagen auf den Dächern der Volksbank Schermbeck eG. Auf dem Erweiterungsbau der Hauptstelle in Schermbeck und der Filiale in Gahlen werden jeweils zwei Photovoltaikanlagen mit einem kleinen Speicher errichtet. Weitere Projekte sind in Planung.

Kalte Nahwärme in der Klimaschutzsiedlung Spechort in Schermbeck:

Mike Rexforth, Bürgermeister in Schermbeck und Aufsichtsratsmitglied der Schermbecker Energiegenossenschaft, präsentierte die Pläne für die Kalte Nahwärme im neuen Baugebiet Spechort. Die Gemeindeverwaltung geht in dem drei Hektar großen Baugebiet mit 49 Bauplätzen und 74 Wohneinheiten zusammen mit den eigenen Gemeindewerken neue Wege. Die Gebäude werden mit der „Kalten Nahwärme“ versorgt. Die Wärmequelle ist Erwärme, die über geothermische Bohrungen mittels senkrechter Erdwärmesonden erschlossen wird. Die Gemeindewerke Schermbeck installieren in jedem Gebäude eine Wärmepumpe für Heizwärme und Warmwasser und der Temperierung der Gebäude ohne zusätzliches Kühlgerät. Die Versorgung ist zu 100 % regenerativ und unabhängig von fossilen Brennstoffen. Die Klimaschutzsiedlung Spechort ist ein Leuchtturmprojekt und in dieser Form das erste Projekt im Kreis Wesel.

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