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Was haben Klimawandel und Meditation miteinander zu tun?


Die Berichte über den Klimawandel können schnell ein Gefühl von Ohnmacht auslösen. In unserer globalisierten Welt ist es schwer, im natürlichen Einklang mit der Natur oder mit unserer inneren Wahrheit zu leben. Und auch unsere Umgebung, unsere Mitmenschen, die Gesellschaft zieht uns mit ihren ständigen Anforderungen immer wieder von den wesentlichen Fragen in unserem Inneren weg.

Wir leben abgespalten vom Kern. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte haben wir uns immer mehr von den Waren entkoppelt, mit denen wir uns umgeben. Die grausame industrielle Tier- oder Bekleidungsproduktion findet hinter verschlossenen Türen oder weit entfernt in Asien statt. Diese künstliche Trennung vom Tier, den Rohstoffen und den Menschen, die die Arbeit machen, ist für uns total normal geworden. Wenn man einen einzelnen Vorgang genau untersucht, spürt man, wieviel Grausamkeit in vielen Vorgängen um uns herum steckt und dass wir als Konsument ein Teil dieser Grausamkeit sind.

 

Am 20. September rief die Bewegung „Fridays For Future“ zum internationalen Klimastreik auf. Weltweit gingen hunderttausende Menschen auf die Straße. Während die Bewegung in den letzten Monaten hauptsächlich von Schülern getragen und organisiert wurde, sollten am vergangenen Freitag alle Generationen auf die Straße gehen – für die eigene Zukunft und die Zukunft der Kinder und Enkelkinder. Wir von der Schermbecker Energiegenossenschaft waren uns schnell einig: Da müssen wir dabei sein!

So haben wir uns am Freitag gemeinsam mit ein paar Leuten in unser E-Auto gesetzt und sind nach Wesel gefahren. Dort erwarteten uns schon einige Gruppe mit bunten Plakaten und Bannern. Trillerpfeifen sorgten für die passende Demo-Akustik. Es waren Kinder dort, Schüler, deren Eltern und Großeltern. Ein Klimastreik für alle Generationen.

Mehr Strom als Schermbecker Haushalte verbraucht haben

Im Vorstand der Energiegenossenschaft sind Bankbetriebswirtin Annika Friedrich, Steuerberater Michael Redeker und Bankbetriebswirtin Petra Menting (von links nach rechts). Foto: Helmut Scheffler


Auf der Generalversammlung der Energiegenossenschaft warteten Vorstand und Aufsichtsrat mit richtig guten Nachrichten auf die Mitglieder. 71 Personen waren am 18. September 2019 der Einladung in den Saal der Gaststätte Ramirez in Schermbeck gefolgt. Sie erfuhren aus erster Hand, dass das vergangene Kalenderjahr mit einem Gewinn von gut 61.000 Euro zugleich auch das erfolgreichste Jahr für die Energiegenossenschaft seit ihrer Gründung in 2009 gewesen ist. Das gute Ergebnis ist unter anderem auf den außerordentlichen Sommer zurückzuführen, der uns Einspeisevergütungen von insgesamt 70.434 EUR aus den beiden Photovoltaikanlagen Wißmann und Gemeinschaftsgrundschule beschert hat. Durch die Beteiligungen an den beiden Schermbecker Windparks wurden darüber hinaus Zinserträge in Höhe von 75.000 Euro erwirtschaftet. Auf das Geschäftsguthaben der Mitglieder wird eine Dividende in Höhe von 4,5 % gezahlt, die Zahlung wird am 2. Oktober 2019 erfolgen.

Fridays for Future wird erwachsen

Die Energiegenossenschaft Schermbeck macht symbolisch die Tür zu – am 20. September 2019. Denn an diesem Tag wird in vielen deutschen Städten gemeinsam mit den jungen Aktivisten von Fridays for Future gestreikt. Und wir sind dabei! In Wesel geht es um 16 Uhr am Rathaus los.


Einige Unternehmen legen an diesem Tag komplett die Arbeit nieder, um ein Zeichen zu setzen. Das Motto lautet #nichtmeinerbe. Das Erbe, das wir uns gerade einhandeln, übernehmen wir von den vorausgegangenen Generationen und der industriellen Revolution. Wenn wir jetzt nichts tun, machen wir die Katastrophe zu unserem eigenen Erbe und nehmen still hin, dass das Unvorstellbare passiert.

Hochsommer ist Hauptreisezeit. Vor allem Familien sind jetzt in den Sommerferien unterwegs und sorgen für Stau auf den Autobahnen, Trubel am Flughafen und Gedränge auf der Strandpromenade. Wer in eine dieser Situationen gerät, kommt fast gar nicht drum herum, über das eigene Reiseverhalten nachzudenken. Vor allem, seit sich ein neues Modewort eindeutscht: Overtourism. Sind Sie auch dabei gewesen bei diesem Overtourism? Ich war mitten drin, als wir das kleine Städtchen Guérande im französischen Département Loire-Atlantique besucht haben: 50 Crêpe-Anbieter rechts und links der Altstadtgässchen und ständig Menschen, die uns im Geschiebe auf die Zehen getreten und sich anschließend auf Deutsch entschuldigt haben. Nicht meine Art von Urlaubsglück!

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