Sollen wir Ihr Projekt porträtieren?

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Am 20. September rief die Bewegung „Fridays For Future“ zum internationalen Klimastreik auf. Weltweit gingen hunderttausende Menschen auf die Straße. Während die Bewegung in den letzten Monaten hauptsächlich von Schülern getragen und organisiert wurde, sollten am vergangenen Freitag alle Generationen auf die Straße gehen – für die eigene Zukunft und die Zukunft der Kinder und Enkelkinder. Wir von der Schermbecker Energiegenossenschaft waren uns schnell einig: Da müssen wir dabei sein!

So haben wir uns am Freitag gemeinsam mit ein paar Leuten in unser E-Auto gesetzt und sind nach Wesel gefahren. Dort erwarteten uns schon einige Gruppe mit bunten Plakaten und Bannern. Trillerpfeifen sorgten für die passende Demo-Akustik. Es waren Kinder dort, Schüler, deren Eltern und Großeltern. Ein Klimastreik für alle Generationen.

Mehr Strom als Schermbecker Haushalte verbraucht haben

Im Vorstand der Energiegenossenschaft sind Bankbetriebswirtin Annika Friedrich, Steuerberater Michael Redeker und Bankbetriebswirtin Petra Menting (von links nach rechts). Foto: Helmut Scheffler


Auf der Generalversammlung der Energiegenossenschaft warteten Vorstand und Aufsichtsrat mit richtig guten Nachrichten auf die Mitglieder. 71 Personen waren am 18. September 2019 der Einladung in den Saal der Gaststätte Ramirez in Schermbeck gefolgt. Sie erfuhren aus erster Hand, dass das vergangene Kalenderjahr mit einem Gewinn von gut 61.000 Euro zugleich auch das erfolgreichste Jahr für die Energiegenossenschaft seit ihrer Gründung in 2009 gewesen ist. Das gute Ergebnis ist unter anderem auf den außerordentlichen Sommer zurückzuführen, der uns Einspeisevergütungen von insgesamt 70.434 EUR aus den beiden Photovoltaikanlagen Wißmann und Gemeinschaftsgrundschule beschert hat. Durch die Beteiligungen an den beiden Schermbecker Windparks wurden darüber hinaus Zinserträge in Höhe von 75.000 Euro erwirtschaftet. Auf das Geschäftsguthaben der Mitglieder wird eine Dividende in Höhe von 4,5 % gezahlt, die Zahlung wird am 2. Oktober 2019 erfolgen.

Fridays for Future wird erwachsen

Die Energiegenossenschaft Schermbeck macht symbolisch die Tür zu – am 20. September 2019. Denn an diesem Tag wird in vielen deutschen Städten gemeinsam mit den jungen Aktivisten von Fridays for Future gestreikt. Und wir sind dabei! In Wesel geht es um 16 Uhr am Rathaus los.


Einige Unternehmen legen an diesem Tag komplett die Arbeit nieder, um ein Zeichen zu setzen. Das Motto lautet #nichtmeinerbe. Das Erbe, das wir uns gerade einhandeln, übernehmen wir von den vorausgegangenen Generationen und der industriellen Revolution. Wenn wir jetzt nichts tun, machen wir die Katastrophe zu unserem eigenen Erbe und nehmen still hin, dass das Unvorstellbare passiert.

Hochsommer ist Hauptreisezeit. Vor allem Familien sind jetzt in den Sommerferien unterwegs und sorgen für Stau auf den Autobahnen, Trubel am Flughafen und Gedränge auf der Strandpromenade. Wer in eine dieser Situationen gerät, kommt fast gar nicht drum herum, über das eigene Reiseverhalten nachzudenken. Vor allem, seit sich ein neues Modewort eindeutscht: Overtourism. Sind Sie auch dabei gewesen bei diesem Overtourism? Ich war mitten drin, als wir das kleine Städtchen Guérande im französischen Département Loire-Atlantique besucht haben: 50 Crêpe-Anbieter rechts und links der Altstadtgässchen und ständig Menschen, die uns im Geschiebe auf die Zehen getreten und sich anschließend auf Deutsch entschuldigt haben. Nicht meine Art von Urlaubsglück!

Annika Friedrich

Annika Friedrich ist seit einigen Tagen neu gewähltes Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Schermbeck und wird hier an der Seite von Petra Menting und Michael Redeker Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen nach vorne bringen.
Die 27-Jährige ist in Schermbeck und Dorsten zur Schule gegangen und hat direkt nach dem Abitur eine Ausbildung in der Volksbank Schermbeck begonnen. Seit Abschluss der Ausbildung ist sie Privatkundenberaterin, inzwischen als Bankfachwirtin und Bankbetriebswirtin nach einem Studium am GenoKolleg Münster. Momentan studiert sie berufsbegleitend an der ADG Business School zum Bachelor of Management and Finance. Der Ausgleich neben all den fordernden Aufgaben in der Bank und im Studium sind für Annika Friedrich die Musik (am Klavier) und besonders der Gesang. Zum Tanzen, einer weiteren Leidenschaft, wird sie voraussichtlich erst nach Abschluss ihres Studiums wieder kommen. Und nun warten in ihrer Funktion als Vorstand der Energiegenossenschaft viele neue ehrenamtliche Aufgaben auf sie. Hier beantwortet sie unsere Fragen im SCHERmyBLOG:

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